31.03.2026

Große Überraschung! Es läuft wieder alles ganz anders. Geplant war, einen Wohnwagen nach Portugal zu überführen und bei dieser Gelegenheit Jans 60. bei seinem Bruder, der in Portugal lebt, zu feiern. 

Wer uns kennt, weiß, dass wir bei der Durchführung von Plänen nur so mittel sind.

So auch jetzt. Simba hätte eine Hängerkuppflung gebraucht. Die Preise für Hängerkupplungen für Wohnmobile bewegen sich allerdings in komplett anderen Preisgefilden als wenn man eine für einen Campervan kauft. Da wir die Hängerkupplung eigentlich gar nicht brauchen, haben wir darauf verzichtet und für die Überführung eine andere Möglichkeit gefunden.

Aber nachdem wir schon mal Urlaub haben, können wir auch in die Bretagne fahren. Dieses Mal wollen wir etwas anders an die Geschichte herangehen. Dass wir jedes Mal auf's Neue begeistert sind, ist nicht überraschend. Bei dieser Reise wollen wir mehr Wert auf Informationen zu den besuchten Orten legen. Und wir haben uns Schwerpunkte gesetzt:

Leuchttürme

Wir wollen einige Leuchttürme aufsuchen, von denen es an der bretonischen Küste genug gibt.

Die Augen des Pierre Chanteau

Diese Augen sind über das Finistere verteilt, über Wasser, unter Wasser, an Kaimauern ... 

GR 22

Der GR 34, der legendäre Küstenwanderweg der Bretagne mit einer Länge von über 2.000 m. Dort, wo wir für einige Tage am Stück bleiben, wollen wir ihn bewandern. 

Einige Details zum Künstler Pierre Chanteau, eine Übersetzung der  Internetseite actu.fr, übersetzt mit DeepL:

Mosaikaugen in den Häfen des Finistère

Seit Anfang 2019 bringt Pierre Chanteau große grüne Augen in den Häfen des Finistère an. Es ist eine Hommage an den Mut der Seeleute und Rettungskräfte von gestern und heute.
 

Große Augen tauchen auf den Deichen, Molen oder Anlegestellen der Häfen im Finistère auf. Aufmerksame Spaziergänger oder Segler haben sie sicherlich schon in der Region um Morlaix entdeckt, in den kleinen Häfen Locquénolé, Plouénan, Plougonvelin, Saint-Pabu, Henvic…

Hommage an Seeleute und Seenotretter

Pierre Chanteau ist der Schöpfer dieser hübschen Mosaike, die den Namen „Clin d’œil“ tragen. Der Künstler aus Carantec ließ sich von den „apotropäischen“ Augen inspirieren, die in der Antike auf die Bugspitzen von Schiffen gemalt wurden. Die Seeleute hofften, sich so vor Unglück oder Gefahren auf See zu schützen.

Das Schiff hat nun eine globale Dimension angenommen. Und das Finistère ist mit seinen Hunderten von Kilometern Küstenlinie auf seine Weise eine Vorzeigefigur. Diese Augen sind eine Hommage an den Mut der Seeleute und Seenotretter von heute und gestern.

Der Künstler möchte die Werte der Solidarität und der Kühnheit hervorheben.

Auf eigene Kosten bietet er den 112 Küstengemeinden und 4 Inselgemeinden an, diese 60 cm großen Augen aufzustellen.

Die Iris und die Pupille bestehen aus einem elektrischen Isolator aus Glas; die Hornhaut aus Kachel- oder Keramikstücken; der Umriss aus Glaskugeln, die in einen abgeschnittenen Flaschenhals eingelassen sind. All diese wiederverwerteten Materialien werden mit Zement zusammengefügt.

Etwa zwanzig kleine Gemeinden haben den Vorschlag bereits angenommen. „Ich warte auf die Antwort größerer Städte wie Brest, Morlaix, Douarnenez … Der Entscheidungsprozess ist bei ihnen viel komplizierter. Aber ich werde mich noch einmal bei ihnen melden“, plant der Künstler, der hofft, jeden Monat etwa zehn Installationen aufstellen zu können.

Bis Ende des Jahres sollten somit alle Augen auf die Installationen gerichtet sein.

Ab dem Sommer plant er eine Fotoausstellung mit seinen beiden Mitstreitern Jean-Marc Nayet und Philippe Grincourt. Sie würde in den interessierten Küstengemeinden wandern. Im Jahr 2020 soll ein Buch erscheinen.

Um es lebendiger zu gestalten, wird es mit kleinen Geschichten über unbekannte oder vergessene Persönlichkeiten dieser Gegenden ergänzt. Dafür bitte ich die Gemeinden um Unterstützung.

Pierre Chanteau schließt Tonaufnahmen nicht aus. Im April 2018 hatte der Künstler Skulpturen auf der Île Callot in Carantec aufgestellt. Sie bestanden aus Holz von Schiffswracks.

Materialien, die vom Meer angespült oder von Menschen an den Stränden zurückgelassen wurden, interessieren Pierre Chanteau. Sie beflügeln seine Fantasie und verwandeln sich in Lampen oder Dekorationsgegenstände.

Das war nicht immer so. In einem früheren Leben fasste Pierre Chanteau Edelsteine. Heute durchstreift er nicht nur die Küste, sondern auch die Theaterbühnen mit „Ivre virgule“, einem poetischen und burlesken Projekt.

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

Pierre Chanteau ist Ende März 2025 nach langer Krankheit im Alter von 66 Jahren verstorben. 

31. März 26 - es geht los

16.30 Uhr - wir starten. Bis hierher ist der Tag normal verlaufen: Aufstehen, Gassi gehen, Arbeiten. Es ist kalt, düster und unangenehm, aber wenigstens schneit es nicht mehr.

Wir fahren voller böser Befürchtungen auf die A8 und es kommt, wie ... äh nee, doch nicht. Wir sausen problemlos dahin, keine Staus, kein stockender Verkehr. Und schwupps, sind wir in Sasbachwalden. Der Vollmond strahlt vom HImmel. Was willst du mehr?

01.04.2026

Die zweite  Übernachtung findet in Sully-sur-Loire statt. Den Stellplatz kennen wir bereits, da wir im Dezember 2024 hier schon einmal übernachtet haben. Er ist kostenlos und hinter einem Wasserschloss an der Loire gelegen. Man steht ruhig und mit einem traumhaften Blick auf den Fluss. Normalerweise, dieses Mal baut dort gerade ein Volksfest auf. Man kann nicht immer Glück haben.

Zum Schloss:

Das Schloss von Sully-sur-Loire ist der Inbegriff einer wehrhaften Burg zu Beginn der Renaissance. Bereits im 12. Jh. diente das Schloss dazu, den Weg über den Fluss zu schützen, und trotz zahlreicher Umbauten hat es seine massive und sehr einschüchternde Erscheinung bewahrt! Die ersten Spuren des Bauwerks gehen auf das Jahr 1102 zurück, als die Burg die Funktion des Verteidigungsposten am linken Loireufer übernahm.

Im 14. Jh. begann Guy de La Trémoïlle, der durch Heirat zum neuen Besitzer des Schlosses wurde, mit umfassenden Renovierungsarbeiten. Er beaufsichtigte insbesondere die Arbeiten am Donjon, der nicht nur zur Verteidigung der Brücke über die Loire diente, sondern auch die feine Gesellschaft zu prunkvollen Festen empfing. Im Jahr 1429 besuchte eine prominente Persönlichkeit das Schloss: Jeanne d’Arc wollte hier den zukünftigen König Karl VII. treffen. 

Nach den Wirren der Religionskriege wurde das Schloss 1602 von Maximilien de Béthune, damaliger Minister von Heinrich IV., gekauft und gerettet. Daraufhin begann der auch als der große Sully bekannte Schlossherr mit umfangreichen Renovierungen: Die Innenräume wurden im Stil der Renaissance umgebaut, während die Außenanlagen vor allem um einen angrenzende Park erweitert wurden. Außerdem wurde der Artillerieturm gebaut, der durch zwei überdachte Galerien mit dem Schloss verbunden war, während eine dritte vom Donjon zum kleinen Schloss führte: So war die Ringmauer zum ersten Mal vollständig geschlossen. Obwohl Schloss Sully-sur-Loire nie als königliche Residenz diente, wurden in seinen Mauern berühmte Persönlichkeiten empfangen. Ludwig XIV., Anne von Österreich (Anne d‘Autriche) und Mazarin suchten hier während der Fronde der Prinzen im März 1652 Zuflucht, ebenso wie Voltaire während seines Exils. 

Ob wir jemals die Innenräume zu Gesicht bekommen, wissen wir nicht. Naturgemäß sind Terrier nicht im Inneren des Schlosses zugelassen. Aber vielleicht nehmen wir uns gelegentlich einmal die Zeit, durch den Park zu gehen.

9 Stunden - wir fahren mit Pause 9 Stunden, um dann in Sully-sur-Loire anzukommen, leider zeitgleich mit dem einsetzenden Regen. Aber wir sind sowieso erledigt und nach keiner kurzen Gassi-Runde gibt es nur noch eine Brotzeit und nach einem kurzen Blick auf das Weltgeschehen geht es in die Federn.

Maxl und ich sehen im Schlafzimmer noch länger fern und bei dieser Gelegenheit bekommen wir mit, dass nach unserer Zeit nachts die Artemis II Mission starten wird. Da wir sowieso wach sind, gönnen wir uns das.

02.04.2026

Morgens rächt sich der kleine Hund: Lässt du mich nachts nicht schlafen, wecke ich dich in aller Frühe auf und will raus. Okay, es ist 5.45 Uhr, also durchaus seine Zeit. Wir springen frohen Mutes aus dem Wohnmobil und stehen in dicker Watte. Es ist neblig, aber richtig. Als wir zurückkommen, sind Jan und Zoe wach. Die beiden tapsen durch den Nebel, es gibt Frühstück und weiter geht es.

Welches Ziel wir heute ansteuern, wissen wir noch nicht: Entweder wird es der CCP in Beauvoir am Mont Saint-Michel oder aber der Camping Municipal de la Pointe du Grouin bei Cancale. Mal sehen, aber zunächst müssen wir tanken. Wir haben gestern schon mal auf die Preise geschaut und festgestellt, dass wie üblich die Tankstellen von Total Energie am günstigsten sind. Wir finden auch eine, die nicht allzu weit weg ist und am Weg liegt. Lustigerweise entscheiden sich auch gefühlt alle im Umkreis lebenden Franzosen für eben diese Total. Wir stehen 15 Minuten an, bis wir eine Zapfsäule erobern. Und dann geht es nur tröpfchenweise voran, alle Säulen belegt, die Pumpen scheinen auf Anschlag zu arbeiten. Insgesamt brauchen wir für die Tankaktion 45 Minuten. Nun geht es wieder durch kleine Orte und über Landstraßen weiter. Dabei schauen wir immer wieder auf Tankstellen, die keinen Diesel mehr haben. Glück gehabt.

Schlussendlich fällt die Wahl auf Beauvoir. Wir verzichten darauf, noch ca. 1 - 1,5 Stunden weiterzufahren. Die Hunde sind unserer Meinung. Wir kaufen noch ein und treffen gegen 17.00 Uhr ein und platzieren uns auf dem CCP auf einem Eckplatz. Unsere Energie reicht nur noch für eine Brotzeit, bevor wir zeitig in die Federn krabbeln.

03.04.2026

Morgens, wir schlafen mal etwas länger als die letzten Tage, drehen wir getrennt die Gassi-Runden. Ich vergesse mein Handy, was aber nicht schlimm ist,  denn man sieht den Mont Saint-Michel zwar, aber im Nebel ist er nur ein Schatten seiner selbst. Jan und Zoe kaufen auf ihrer Runde Baguette.

Nach dem Frühstück ist es dann soweit. Wir fahren dieses Mal wirklich und wahrhaftig nach Saint-Malo. Auf dem Campingplatz können wir erst ab 14.00 Uhr einchecken. Also haben wir Zeit, zuvor noch etwas an der Küste entlang zu tingeln und einen Blick auf den außerhalb gelegenen Campingplatz in Rothéneuf zu werfen. Rothéneuf ist ein netter beschaulicher Ort. Fußläufig nach Saint Malo zu kommen, wäre ein größeres Unterfangen, Busfahren mit den Terriern ist auch nicht so richtig gut. Die Entscheidung, direkt in Saint Malo einen Stellplatz auf einem CP zu buchen, ist definitiv die bessere Variante.

Wir fahren durch die Stadt, große breite Straßen, links und rechts hohe alte Häuser, fast schon Villen, ein paar mal abbiegen und schon müssen wir durch enge Gassen hindurch. Schlussendlich stehen wir vor dem CP. Hier standen wir vor sechs Jahren auch schon einmal, damals war alles ausgebucht, weil ein Triathlon stattfand.

Der Platz liegt erhöht, man hat keinen Strandzugang und es gibt auch keine Möglichkeit für die Zwerge, mal wieder richtig zu toben und zu rennen. Nee, nix wie weg. Saint Malo will uns nicht und wir wollen die Stadt scheinbar auch nicht. Sicher gibt es viele schöne und sehenswerte Stellen in der Stadt, aber es war bisher nicht und ist auch dieses Mal nicht der richtige Zeitpunkt.

Wir schauen nach, wo wir auf die Schnelle hinkönnen. Es wird Saint-Jacut-de-la-Mer. Wieder fällt die Wahl auf einen Platz von CCP ca. 200 m vom Strand entfernt. Die Terrier rennen wie verrückt und genießen es, sich richtig auszupowern.

04.04.2026

Unsere Information ist, dass es am Cap Fréhel nur sechs Parkplätze für Wohnmobile gibt. Daher, so sagen wir uns, macht es Sinn, recht früh anzukommen.

Kurz nach 9 Uhr sind wir dort. Der Parkplatz ist leer. Wir schnappen uns die Hunde und freuen uns, dass wir den Leuchtturm und die ganze Landspitze für uns haben. Es ist traumhaft schön. Wir sind wirklich die einzigen Besucher. Wir wandern somit auch gleich ein Stück des GR 34, wie es der Plan ist.

An der Spitze des Kaps stehen heute zwei markante Türme: 
Der aktuelle Leuchtturm (1950): Ein quadratischer Steinturm mit einer Höhe von knapp 33 Metern. Er wurde nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet, da sein Vorgänger aus dem Jahre 1847 im Jahr 1944 von deutschen Truppen gesprengt worden war. Das Leuchtfeuer befindet sich insgesamt 103 Meter über dem Meeresspiegel und hat eine Tragweite von bis zu 55 Kilometern (29 Seemeilen).

Der Vauban-Turm (1702): Direkt daneben steht der historische Rundturm aus dem frühen 18. Jahrhundert, der auf Anweisung des Festungsbaumeisters Vauban erbaut wurde. Er gilt als einer der ältesten Leuchttürme der Bretagne und ist heute inaktiv. 

Im Wasser unter uns lässt sich sogar ein Delphin sehen, leider ist er zu weit weg zum Fotografieren.

Auf der anderen Seite der Landzunge gibt es Steinfelsen im Meer, auf denen Möwen und Kormorane brüten.

Das Cap Fréhel ist als „Grand Site de France“ klassifiziert. Die über 70 Meter hohen Klippen aus rosa Sandstein und Schiefer sind Teil eines bedeutenden Vogelschutzgebiets, in dem unter anderem Trottellummen und Tordalken brüten.

Tordalken sind Vögel, die laut Commissaire Dupin wie Pinguine aussehen. Von denen sehen wir leider keine.

Das Wetter ist ein Traum und man kann bis zum Fort la Latte hinübersehen.

So langsam beginnt der unaufhaltsame Fluss der Touristen einzusetzen und wir haben Hunger. Zurück im Simba gibt es Frühstück. Kurz bevor wir losfahren, parkt noch ein Pärchen aus Augsburg neben uns - die Welt ist klein.

Nachdem die zwei Übernachtungen in Saint Malo ausgefallen sind, müssen wir uns neu sortieren. Und so landen wir auf einem Stellplatz in Erquy, ca. 10 Minuten vom Strand entfernt, ganz verwunschen unter Pinien. Ein kleiner Platz ohne alles, ruhig, übersichtlich und wunderschön, pro Nacht insgesamt € 9,22. Wir denken darüber nach, eventuell zwei Nächte zu bleiben. Morgen - Ostersonntag - könnte es im Aquarium von Trégastel vielleicht zu voll werden. Mal sehen, was uns so einfällt. 

05.04.2026

Wir fahren ein paar Kilometer nach Trévou-Tréguignec. Auf diesem Stellplatz von CCP (nicht besonders schön, aber zweckmäßig auf der Durchreise) bleiben wir für heute. Jan und die Hunde haben heute Wandertag, ich schlafe fast 24 Stunden durch, nachdem ich mich rundum schlecht und unwohl fühle. Wir überlegen, wie es für uns weitergeht. Ein Blick auf die HP des Aquariums zeigt, dass sie sich für die kleinen Gäste an Ostermontag viel Mühe geben. Man bekommt an der Kasse ein Körbchen und kann dann anfangen, Eier zu sammeln. Oder mit anderen Worten: Keinesfalls werde ich Ostermontag dort aufschlagen.

Wir verschieben das auf die Rückfahrt.
 

05.04.2026

Wir fahren einigermaßen planlos an der Küste entlang. Irgendetwas zwischen erschrocken und amüsiert stellen wir fest, dass wir fast jeden Stellplatz schon kennen, aber keiner davon findet für diesen Urlaub Gnade.

Dann entdeckt Jan bei Google Maps etwas, das uns nicht bekannt vorkommt. Wir fahren hin und sind erschlagen: Ein Camping Municipal in Primel-Trégastel / Plougasnou. Der Platz gliedert sich über zwei Terrassen mit einem Wahnsinnsausblick. Wir schauen auf’s Meer, auf rosa Granit und auf eines der Zöllnerhäuser am GR34. Der Spaß kostet die Nacht für einen Simba, zwei Menschen und zwei Hunde inklusive Dusche, WC, Strom, Ver- und Entsorgung knapp 21 Euro. Es gibt auch Waschmaschinen, was die kosten, wissen wir nicht.

Der Sonnenuntergang ist atemberaubend und mit dem Meeresrauschen schlafen wir ein.

Das Zöllnerhaus in Plougasnou (französisch: Maison des Douaniers) ist ein historisches Gebäude aus dem frühen 19. Jahrhundert, das sich an der markanten Landspitze Pointe de Primel in der Bretagne befindet. 

Es thront auf der felsigen Halbinsel Primel-Trégastel, die heute ein geschütztes Naturschutzgebiet ist. Das Haus wurde ursprünglich für Zollbeamte errichtet, die von hier aus die Küste überwachten, um Schmuggel zu verhindern.

08.04.2026

Wir brauchen Lebensmittel und fahren nun weiter in Richtung Roscoff. Kurz vor der Stadt gibt es einen wunderhübschen Ort: Saint-Pol-de-Léon, in dem sich auch der E.Leclerc befindet. In einem Vorort von Roscoff, in Santec, gibt es einen CCP, den wir ansteuern. Wir haben dort einen traumhaften Strand und Dünen. Die Drohne darf auch mal vor die Tür. Für Jans Geburtstag muss noch Käsekuchen gebacken werden, dann können wir morgen die Feierlichkeiten zum 60. standesgemäß eröffnen.

09.04.2026

Geburtstag! Jan wird 60 und freut sich darüber, dass der Käsekuchen im Wohnmobil unter Mitwirkung der Heißluftfritteuse erstklassig gut gelungen ist. Außerdem bestellen wir noch ein paar T-Shirts und behandeln dann den Tag wie jeden anderen Tag auch.

Wir bewegen uns weiter entlang der Küste und kommen nach Kerlouan. Hier stehen wir  in fußläufiger Entfernung zum dortigen Zöllnerhaus von Meneham. Auch hier waren wir schon und haben damals das gesamte Museumsdorf besichtigt. Dieses Mal beschränken wir uns auf einen ausgiebigen Spaziert entlang des GR34. Das Wetter ist fantastisch und wird nur noch von der unbeschreiblichen Aussicht auf die Steinformationen am Strand übertroffen.

Meneham (oder bretonisch Menez Ham, was „Dorf auf dem Berg“ bedeutet) ist ein historisches, denkmalgeschütztes Fischerdorf an der nordbretonischen Küste im Departement Finistère. Es liegt in der Gemeinde Kerlouan an der sogenannten „Küste der Legenden“ und ist bekannt für seine charakteristischen reetgedeckten Steinhäuser, die sich eng an gigantische, bizarr geformte Granitfelsen schmiegen.

Das markanteste Gebäude des Dorfes ist das zwischen zwei riesigen Felsblöcken eingeklemmte Wachhaus aus dem 17. Jahrhundert, das ursprünglich zur Verteidigung der Küste unter Ludwig XIV. diente. Das Dorf wurde im 19. Jahrhundert von Bauern, Soldaten und Algenfischern (Goémoniers) bewohnt. Nach dem Verlassen des Dorfes in den 1970er Jahren wurde es ab 2004 aufwendig restauriert.

10.04.2026

Wir beschließen, zunächst einen Abstecher zum Phare du Pontusval zu machen. Nach einer abenteuerlichen Fahrt durch viel zu enge Gassen, kommen wir zum Parkplatz. Ein paar Meter weiter schlagen die Wellen auf den wehrlosen Strand ein, Einige Menschen spazieren auf der Suche nach Schätzen mit Metalldetektoren am Strand zwischen diesen riesengroßen Steinen herum. Wir bewundern den kleinen Leuchtturm. Er ist nur 14,5 Meter hoch, ein malerischer Turm aus dem Jahr 1869, der einer kleinen Kapelle ähnelt. Er steht auf der Felszunge Beg-Pol und markiert ein gefährliches Riff. Er hat eine Reichweite von 10 Seemeilen (ca. 18,5 km) und wurde errichtet, um die Navigation zwischen den Leuchttürmen der Île Vierge und der Île de Batz zu sichern. Im Zweiten Weltkrieg wurde er von der deutschen Armee genutzt; Überbleibsel eines Bunkers sind noch im Garten zu sehen.

Das Haus war übrigens bis 2023 noch bewohnt. Marie-Paule, die letzte Wärterin des Leuchtturms von Pontusval, hatte das Recht erhalten, dort bis zu ihrem Tod zu wohnen.

Crozon / Le Fret

Die Halbinsel Crozon haben wir bei unseren vorherigen Reisen komplett ignoriert, das wollen wir nun ändern. Für heute lassen wir uns auf einem CCP in Le Fret nieder, schauen uns ein wenig um und werden morgen hier noch ein wenig herumfahren, bevor es weitergeht zu einem der Schiffsfriedhöfe und anschließend zur Point du Raz. Und weil wir uns so sehr von der Landschaft fesseln lassen, übersehen wir eines der Augen von Pierre Chanteau, wie wir später feststellen.

Hier stoßen wir auch auf die ersten Schiffswracks, von denen wir während dieses Urlaubs noch mehr sehen werden.

Heute ist ein Stop-and-Go-Tag. Wir beginnen  mit dem Schiffsfriedhof Rosstelec, stoppen an der Pointe des Espagnoles, bestaunen die Ruinen des Fort de la Fraternité, halten am Strand Terz Rouz bei Camaret-sur-Mer und versuchen an den Militär- Schiffsfriedhof in Landévennec zu kommen, bevor wir in Le Faou übernachten. 

Cimitière de Bateaux Rostellec

Der Schiffsfriedhof von Rostellec liegt in einer ruhigen Bucht auf der Crozon-Halbinsel im Finistère (Bretagne). Er gilt als einer der atmosphärischsten Orte der Region, da er eng mit der Geschichte einer lokalen Werft verbunden ist. 

Im Gegensatz zu vielen anderen Schiffsfriedhöfen liegen die Wracks hier direkt an ihrem Entstehungsort. Der Standort gehörte früher zur Werft Auguste Tertu, die zwischen 1957 und 1981 aktiv war. Im Schlick der Bucht ruhen etwa zwanzig hölzerne Wracks, vor allem ehemalige Langustenfänger und Thunfischfänger. Einige sind bis zu 20 Meter lang.
Der Küstenabschnitt ist melancholisch und wild. Es gibt keine touristische Infrastruktur, man ist mit den Schiffswracks allein.

Pointe des Espagnoles

Die Pointe des Espagnols (bretonisch: Beg ar Spagnoled) ist ein geschichtsträchtiges Kap am nördlichsten Ende der Roscanvel-Halbinsel, die zur Presqu'île de Crozon gehört. Sie liegt direkt gegenüber der Hafenstadt Brest und kontrolliert den strategisch wichtigen Zugang zur Rade de Brest, den sogenannten „Goulet de Brest“. 

Der Name des Kaps geht auf das Jahr 1594 zurück, als eine spanische Truppe unter Thomas Praxède dort eine Festung errichtete, um die Katholische Liga gegen Heinrich IV. zu unterstützen. Nach einer blutigen Belagerung wurde die Anlage von französischen und englischen Truppen zurückerobert. 

Man kann Überreste von Befestigungen aus verschiedenen Epochen entdecken, darunter Batterien und Gebäude, die über Jahrhunderte zur Verteidigung des Arsenals von Brest dienten. Von den über 60 Meter hohen Klippen bietet sich ein beeindruckender Blick auf die Rade de Brest, den Hafen, den Phare du Portzic sowie die Brücken Albert-Louppe und Iroise.

Fort de la Fraternité

Das Fort de la Fraternité befindet sich auf der Halbinsel Crozon und hatte die Aufgabe den Eingang zur Reede von Brest zu schützen. Zunächst wurde an dieser Stelle 1695 eine Batterie errichtet, aus dem dann 1791 das Fort entstand. Das Fort ist nicht von einem Graben umgeben. Es wird ausschließlich durch eine mit Zinnen besetzte Mauer geschützt, die das Fort vollständig umgibt. Bereits 1870 wurde Anlage vom Militär aufgegeben, da es völlig veraltet war. Die ehemaligen Unterkünfte für die Truppen existieren heute nicht mehr. Von ihnen findet man nur noch Trümmer. Nur das Pulvermagazin ist in gutem Zustand erhalten. Bewaffnet war das Fort mit sechs 36-pfünder Geschützen. Unterhalb des Forts befindet sich ein Kalkofen, der zum Brennen von Kalk eingesetzt wurde. Das Fort ist frei zugänglich.

Mittlerweile ist nicht mehr viel von der Vergangenheit zu sehen, eine Ruine ist alles, was geblieben ist.

Terz Rouz / Camaret-sur-Mer

Eigentlich ist hier nichts außer einem traumhaften Strand, Wind, Wellen und Surfern. Aber es ist wunderschön

Cimitière de Bateaux militaires de Landévennec

Der Schiffsfriedhof von Landévennec (Cimetière des Navires) ist eine markante Bucht in einer Flussschleife der Aulne. Hier ankern ausrangierte Militärschiffe der französischen Marine, bevor sie schließlich verschrottet oder als Ziele für Schießübungen auf dem offenen Meer genutzt werden. 

Das Areal diente bereits seit 1840 als Reservehafen, da die Lage durch die Flussschleife windgeschützt ist und das Wasser selbst bei Ebbe eine Tiefe von über 10 Metern aufweist. Über die Jahrzehnte beherbergte der Ort berühmte Schiffe wie den Kreuzer Colbert (bis 2016).

Derzeit (2026) unterliegt der Friedhof einem ständigen Wechsel. Nachdem er im Herbst 2025 fast vollständig geräumt wurde, werden für das Jahr 2026 neue ausgemusterte Einheiten der Marine erwartet. 

Der Schiffsfriedhof ist Militärgelände, weshalb das Betreten der Schiffe streng verboten ist. Da im Moment nur wenige Schiffe vor sich hin dümpeln, ist es auch nicht tragisch. 

Wieder einmal stellen wir fest, dass die Vegetation in der Bretagne der in Deutschland um wenigstens einen Monat voraus ist. Rhododendren, Azaleen, Kamelien, Wisterien, ganz zu schweigen von den ganzen Ginsterarten, alle stehen in voll Blüte.

Le Faou

Dieser kleine charaktervolle Ort war einst ein großer Küstenschifffahrtshafen in der Bucht von Brest und hat sich bis heute als majestätisches Tor zur Halbinsel Crozon und als Fenster zum regionalen Naturpark Armorique seine Bestimmung als Durchgangsort bewahrt. 

Wir stehen mal wieder auf dem Platz von CCP und fühlen uns wohl. Der Stellplatz hat etwas parkähnliches, man ist innerhalb weniger Minuten im Ort und kann, wenn entgegengesetzt geht, schöne Spaziergänge mit den Hunden in einem waldähnlichen Gebiet machen.

12.04.2026

Wir fahren nach Douarnenez. Es gibt bei Park4Night zwei Stellplätze. Einer befindet sich in einer Seitengasse, recht steil bergauf in einem engen Hof mit Blick auf eine Wand.

Der andere gehört zu einer Firma auf dem Boulevard du Général Charles de Gaulle. Dort stehen wir zusammen mit nur einem anderen Wohnmobil und sind nahe am Port du Rhu mit den kleinen Restaurants. Gegenüber ist ein kleiner Schiffsfriedhof, auf dem schon seit Jahren einige Schiffe langsam, aber stetig vermodern.

Wir spazieren am Jachthafen entlang bis Ans Ende, wo die Straße in Richtung Industriehafen abbiegt.

Ich freue mich, als ich auf eines der Augen von Pierre Chanteau stoße.

13.04.2024

Nach einem kurzen Frühstück machen wir uns auf den Weg zu einem älteren Fischereihafen. Nachdem wir herumgelaufen sind, Souvenirs (Sardinen) gekauft und die besprühten Lagerhallen fotografiert haben, fahren wir zu unserem heutigen Ziel, der Pointe du Raz.

Mithilfe eines 1850 in Nantes entwickelten Industrieverfahrens wurde Douarnenez zur Hochburg der Konserven. Nicolas Apperts Erfindung wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Stadt Nantes erstmals industriell angewendet. Mittlerweile sind nur noch 4 Fabriken übrig geblieben, aber Sardinen-Spezialitäten gibt es nach wie vor. 

Allerdings weichen wir, wie so oft, von der Route ab und wollen uns die Pointe du Millier ansehen. Hierbei handelt es sich um kleines Haus auf einer Landzunge, das auf der wasserzugewandten Seite ein Leuchtfeuer trägt. Vom Land aus kann man das Leuchtfeuer naturgemäß nicht sehen und wir ersparen es uns, vom Parkplatz aus dorthin zu kraxeln.

An der Point du Raz richten wir uns ein. Für den Stellplatz zahlen wir insgesamt € 18,00 (€ 8,00 für den Tag, € 10,00 für die Nacht) und stehen nun an einem der schönsten Flecken der Bretagne.

Die Pointe du Raz  liegt am westlichsten Zipfel der Bretagne im Département Finistère. Die felsige Landzunge des Cap Sizun ragt etwa 70 Meter über den Atlantik empor und bietet ein spektakuläres Panorama auf die stürmische See. Obwohl wir hier schon waren, fasziniert dieser Platz immer wieder.

Der 1887 in Betrieb genommene Leuchtturm Phare de la Vieille thront auf einem Felsen im berüchtigten „Raz de Sein“, einer Meerenge mit extrem starken Strömungen.

In der Ferne sehen wir bis zur flachen Insel Sein und dem mythischen Leuchtturm Ar Men.

Wir haben perfektes Licht für die Notre-Dame des Naufragés: Eine markante Marmorstatue nahe der Klippen, die den auf See Gebliebenen gewidmet ist.

Wir kaufen eine bretonische Flagge - hier gibt es sie in der Größe, die uns so vorgeschwebt hat (90 x 60 cm). Sie wird bald in Achsheim wehen. Wir wandern über den GR34 ein wenig um die Landzunge herum und so nah wie möglich an den Abgrund zum Leuchtturm heran.

14.04.2026

Nach einer sehr ruhigen Nacht machen wir uns auf den Weg „nach Hause“, nach Landunvez, nach St. Gonvel. Das ist nun mal unser Lieblingsplatz. Wir machen unsere Einkäufe und beschließen, sesshaft zu werden.

Gleich am ersten Tag finden wir die Stelle, an Pierre Chanteau eines seiner Augen angebracht hat, es sind aber nur die Umrisse zu sehen - das Auge wurde entfernt. Laut Auskünften in einer entsprechenden Facebook-Gruppe kommt das leider immer wieder vor.

Aber ich nutze Gunst und Stunde, um bei Ebbe über den Meeresboden zu spazieren und Unterwasserfotos mit dem Handy in der neu erworbenen Hülle zu machen. Ein paar Bilder werden gar nicht mal so schlecht, aber überwiegend kann man sie in Tonne treten. Da muss ich üben und schauen, dass ich nicht immer nur aufgewirbeltes Wasser aufs Bild bekomme. Aber wichtig: Die Hülle ist dicht und das Telefon kommt staubtrocken wieder heraus.

17.04.2026

Wir haben nun wirklich mal ein paar Tage ausgespannt und werden nun wieder einen „Wandertag“ einlegen.

Wir beginnen mit dem Frühstück vor der Bar du Chenal in Melon/Porspoder. Auch hier gibt es eines der Augen zu fotografieren.

Nächster Halt ist Lanildut. Das nächste Auge springt uns förmlich an. Ich glaube, wenn man erst einmal eines gefunden hat, sieht man sie plötzlich überall.

Wir beschließen, ein Stück des  GR34 entlang zu wandern, nachdem es im Hafen nichts zu schauen gibt - Ebbe, also keine Algenfischer. Ausblicke, Landschaft - wie immer macht es sprachlos. Auch wenn wir schon oft hier waren, sind wir immer wieder begeistert.

Dann fahren wir zum nächsten Ziel, zum Parkplatz gegenüber von Le Conquet, um über den GR34 zum Phare Kermorvan zu wandern. Die Ausblicke, die sich in den Hafen hinein, zurück zur Brücke in die Stadt, hinüber zur Pointe Saint-Mathieu und über das Meer hinaus ergeben, sind ein Traum. Genauso verhält es sich, als wir zurück über die asphaltierte Straße laufen und auf dieser Seite den Blick auf diesen unendlich großen, langen und weißen Strand haben.

Am Wohnmobil angekommen, finden wir eine angefahrene junge Kreuzotter, können aber nichts für sie tun, das arme Wesen.

Auf der Heimfahrt nach Landunvez gehen wir einkaufen und verbinden das gleich damit, unsere Wäsche im Waschsalon abzugeben.

Anschließend geht es mit sauberer Wäsche und leckerem Essen zurück auf den Stellplatz St. Gonvel. Auf der Heimfahrt "stolpern" wir förmlich über ein weiteres Auge. 

18.04.2026

Wir haben uns ein paar Kilometer (ca. 15) weiter bewegt, auf einen Stellplatz, den wir schon immer mal ansehen wollten und wir sind begeistert. Wir zahlen 8 Euro zzgl. 0,44 Euro Kurtaxe inklusive Strom und Traumblick. Morgen sehen wir uns hier ein paar Bunker an, die mit Graffitis und einem Auge von Pierre Chanteau verziert sein sollen und tasten uns dann weiter von Leuchtturm zu Leuchtturm weiter voran.

19.04.2026

Es ist Sonntag, die Sonne scheint und schon geht es überall fürchterlich zu. Die Bunker und Leuchttürme, somit auch die entsprechenden Augen, die wir heute besichtigen wollten, sind wegen zu vieler Menschen kaum zugänglich. Das ist nichts für mich und auch nichts für unsere Zwerge, da fast mehr Hunde als Menschen unterwegs sind. Maxl regt sich noch immer fürchterlich auf, wenn er andere Hunde sieht. Da werde ich im Sommer noch dringend mit ihm arbeiten müssen.

Also halten wir lediglich drei Mal, um aus dem Auto heraus Leuchttürme zu fotografieren (Phare de l’Île Wrac’h, Phare de l’Île Vierge, Phare de Roscoff). Wir stellen uns wieder auf den CCP Roscoff und hoffen, dass die Wochenendausflügler bald abreisen werden und es wieder ruhiger wird. Dann können wir auch zu viert an den Strand.

20.04.2026

Trégastel - hier wartet das Aquarium und hier befindet sich auch ein Abschnitt der unvergleichlichen Rosa Granitküste. Nun mag es Menschen geben, die sich fragen, was das Ganze soll. Es liegen nur Steine im Wasser. Stimmt, und wir können uns daran nicht satt sehen. Die Farben, die sich nach Lichteinfall ändern, der Anblick an sich, wenn das Wasser mit der Flut zurückkehrt und das gesamte Bild sich ändert, lässt uns immer wieder staunen.

Der Versuch, das Aquarium am Dienstagvormittag zu besuchen, scheitert daran, dass scheinbar jede Schulklasse aus der Gegend dort zu finden ist. Gefühlt gibt es mehr Kinder als Fische. Dazu habe ich keine Lust. Und auch der Phare de Mean Ruz kann nur von Weitem angesehen werden, da es überall Höhenbeschränkungen gibt.

Nicht so schlimm, sagen wir uns. Dann bleiben uns noch Ziele für den nächsten Bretagne-Besuch.

21./22.04.2026

Wir hatten auf der Hinfahrt Cancale ausgelassen und uns diesen Step für die Rückfahrt vorgemerkt. Und gut, dass wir hierher gefahren sind. Auch, wenn wir auf einem Camping Municipal stehen, tut das unserer Begeisterung keinen Abbruch. Wir mieten uns für zwei Nächte ein.

Der Platz ist wunderschön terrassiert angelegt, so dass man einen unbeschreiblichen Blick hat.

Vom Campingplatz hat man direkten Zugang zum GR34, der um die Landzunge herumführt.

Wir stellen uns den Wecker und gehen kurz vor Sonnenaufgang los, einige Fischerboote fahren hinaus. Die See ist unruhig, es geht ein stürmischer Wind und die Atmosphäre ist einfach unglaublich.

Wir haben den GR34 für uns und so haben auch die Hunde ihren Spaß.

Wenn man weiß, wonach man sucht, kann man ganz weit weg (ca. 35 km Luftlinie) den klitzekleinen Umriss des Mont Saint-Michel sehen.
 

23.04.2026

Wir spazieren heute Morgen mit den Hunden entlang der der Normandie abgewandten Seite der Landzunge den GR34 entlang. Hier ist es windstiller, die See ist heute ruhiger. Aber Delphine sehen wir trotzdem nicht. Wir verabschieden uns von der Bretagne und werden jetzt einen Abstecher in die Normandie machen.

Wir kommen durch einen bezaubernden Ort mit kleinen, alten und sehr hübschen Häusern. Er heißt Pont-l'Evêque. Man fühlt sich um einiges in der Zeit zurückversetzt.

Dieppe - wir stehen kurz hinter der Kaimauer und schauen, wie die Boote vorüberziehen. Es ist sonnig und warm. Wir gehen am Hafen entlang spazieren. Wunderhübsche alte Häuser wechseln sich mit Gebäuden jüngeren Datums ab, Café, Bars und Bistros sind geöffnet, es herrscht geschäftiges Treiben. Auf "unserer" Seite des Hafens geht es beschaulicher zu. Dort sitzen die Angler. Neben uns haben drei Männer und eine Bulldogge die Angeln ausgeworfen, der Grill und die Getränke warten. Wir lernen eine Kanadierin kennen, sie wird uns von einem vorbei spazierenden Franzosen vorgestellt. Eine alte Dame sitzt auf der Kaimauer. Jeder, der vorbei geht, wechselt ein paar Worte mit ihr. Es ist ein gemütliches und ungezwungenes Miteinander, so ganz ohne Tourismus. Im Hochsommer zu Ferienzeiten möchte ich das hier alles aber besser nicht erleben.

Von oben vom Kreidefelsen überwacht eine Kirche das Ganze. Schade, dass wir für das Château und die anderen Sehenswürdigkeiten keine Zeit mehr haben. Dieppe landet auf unserer Liste für ausführlichere Besuche. 

24.04.2026

Wir müssen in Richtung Deutschland fahren - geht ja nicht anders. Die üblichen Anlaufpunkte stehen auf dem Plan. Zunächst Sedan. Einkaufen ist Pflicht. Wir haben reserviert, und das ist auch gut so. Der Platz ist voll. Trotzdem stehen wir am Wasser, genießen die Aussicht, schlafen und gut ist es.
 

25.04.2026

Unsere letzte Station hätte der einen Tag zuvor neu eröffnete Stellplatz von CCP in Saarbrücken sein sollen. Wir haben uns den Platz angesehen und sind dankend weiter gefahren. Für Familien, die Spaß und Unterhaltung suchen, ist er perfekt. Zu einer Seite ein Spaßbad, zur anderen Seite ein Volksfest, nee, wir fahren lieber zurück nach Frankreich und 30 Minuten weiter nach Sarreguemines, um dort eine ruhige letzte Urlaubsnacht zu verbringen. Morgen sausen wir dann schnell heim und stellen uns der schweren Aufgabe, eine weitere Reise zu planen.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.