04.09.2025

Wir stehen früh auf und wollen auch gleich nach einer kurzen Gassirunde los. Wir planen, die 760 km nach Ostfriesland heute insgesamt zu fahren und dann umso gemütlicher die Küste entlang zu bummeln.

06.38 Uhr: Das Haus ist verschlossen, die Pflanzen versorgt, die Nachbarn informiert: Auf geht’s!

Weener

Um 17.30 Uhr erreichen wir den Stellplatz in Weener „Am Alten Hafen“. Hier stehen wir mit der Nase an der Ems, vor uns ein Boot mit Blumen, Gemüse und Schafen, auf der anderen Seite der Ems hat der Hausbesitzer vor seinem Haus angelegt und im Hintergrund gibt es einen kleinen Yachthafen. Sehr hübsch. Der Spaß kostet 11 Euro. Wenn man Strom möchte, kann man den haben, zahlt dann aber 4 Euro mehr.

Die Nacht ist so mittel. Mir persönlich verbreitet die Fabrik hinter uns zu viel Licht und wenn ich die Fenster verdunkle, kommt kaum noch Luft ins Gemach …

05.09.2025

05.25 Uhr: Der kleine Maxl: Mami, magst du nicht ein paar Fotos machen? Ich würde derweil ein paar geschäftliche Dinge erledigen wollen ... Ich, weiß, mein Hund, du hast die beste Nase für tolle Stimmungen, lass uns vor die Tür gehen.

Und wie immer ist Verlass auf den kleinen Terrier …

Nach dem Frühstück schnappen wir uns die Zwerge und starten eine Hafenumrundung. Und verlieben uns bei dieser Gelegenheit in ein Haus in der Straße "Hafen", das zum Verkauf steht. Sehr idyllisch,  sehr verlockend, aber man weiß ja nie ... Wir kaufen also nicht sofort :-)

Nächster Halt Emden: Durch einen Tarifwechsel bei O2 wurden die Karten von Jan deaktiviert und wir reisen ohne unseren „unlimited“ im Router. In Emden gibt es einen O2-Shop, der soll uns helfen.

Um zu diesem Shop zu kommen, stellt man sich auf einen Parkplatz bei einem Shopping-Center. Mehr bekommen wir von Emden nicht zu sehen. Die Stellplätze waren voll und hässlich. Wir überlegen, nach Ditzum zu fahren. Der Betreiber ist am Telefon nicht sehr freundlich und wir fahren wieder zurück nach Weener.

06.09.2025

Heute morgen ist es neblig. Wir beeilen uns, denn heute geht es weiter. Jan macht Fotos vom Bau der 5,86 km langen Friesenbrücke, die zum Ende des Jahres eröffnet werden und Züge der DB über die Ems bringen soll.

Unser nächster Halt ist Greetsiel. Hier stehen wir für 17,20 Euro am Fuße der Zwillingsmühlen. Das Mobilfunknetz schwankt zwischen einem Streifen 5G und LTE. Wir vertreten uns die Füße, aber Greetsiel ist trotz fortgeschrittenen Sommers mit Touristen gefüllt. Jeder Tourist hat gefühlt zwei Hunde dabei. Und Radfahrer - es gibt deutlich mehr Radfahrer als Fußgänger. Wir finden trotzdem noch ein friedliches Plätzchen auf einem Deich. Max flippt bei jedem Hund, der vorbeigeht, aus. Das Ganze macht uns allen wenig Spaß.

Jan geht mit den Hunden zurück zu Simba, ich schaue mir das Städtchen an - sehr touristisch, aber sehr hübsch. 

07.09.2025

Hinter dem Stellplatz verläuft die Landstraße und man möchte nicht glauben, wie viele Menschen hier nächtens unterwegs sind.

Der kleine Hund lässt mich für seine Verhältnisse lange schlafen, bevor er mich auf einen bevorstehenden Fototermin hinweist.  Wir kommen gerade noch rechtzeitig, um die vordere der Zwillingsmühlen angestrahlt zu sehen. Als Jan etwas später zum Bäcker geht, sieht es wieder "normal" aus. 

Wie geht es weiter? Richtig, Pilsumer Leuchtturm

Was wäre Ostfriesland ohne Ottos Leuchtturm? Nix! 

Eben, deshalb wollen wir hin. Es ist auch nicht weit, aber uns erwartet eine große Enttäuschung. Sämtliche Wege sowohl oben wie auch unten am Deich entlang vom Parkplatz bis zum Leuchtturm sind für Hunde verboten. Auch an der Leine dürfen die Fellnasen nicht mit. Also gehen wir auch nicht hin.

Wir sind nun in Dornum. Da ein Stellplatz in Norddeich voll und der andere nicht schön war, sind wir weiter gefahren. In Dornum stehen wir sehr schön für 22 Euro „Am alten Hafen“. Auch wenn hier kein Hafen ist …  Das Städtchen selbst ist sehr hübsch angelegt, der Hafen nicht ganz so schön. Aber - und das hat mich begeistert - stehen an der Mole entlang alle paar Meter senkrechte Holzbretter mit Fischrezepten. 

08.09.2029

Wir haben fast richtig ausgeschlafen. Nix Blutmond oder Mondfinsternis. Erst war's noch hell, dann war's dunkel und gut.

Maxl und ich drehen eine Morgenrunde mit tollem Licht.

Jan und Zoe gehen anschließend Semmeln kaufen und dann fahren wir erst einmal weiter.

Wir fahren über Land und kommen nach Neuharlingersiel zum Wohnmobilstellplatz Am Ostanleger. Der Spaß kostet 20 Euro ohne Strom zuzüglich 3,50 Euro Gästebeitrag pro Person.

Wir erwischen einen Platz in der ersten Reihe am Eck, so dass wir nur einen Nachbarn haben und Ebbe und Flut bei der Arbeit zusehen können.

Zum Nachmittag hin trübt es sich ein, aber bis dahin haben wir traumhaftes Wetter.

09.09.2025

05.57 Uhr: He, kleiner Hund, wie schaut’s aus? Och Mami, darf ich gar nicht mehr schlafen? Is doch Urlaub. Nein, kleiner Mann, auf geht’s. Und es ist eine gute Entscheidung. Der Hafen ist noch leer und wir können schöne Fotos machen. Es ist überraschend warm und es geht nur wenig Wind.
Aber es wird bewölkt bleiben, sagt der Wetterbericht, und prophezeit erst für morgen wieder etwas Sonnenschein.

Neuharlingersiel ist sehr sehr touristisch, aber bildhübsch. Selbst mit unseren Zwergen kommen wir am Hafen voran. 

10.09.2025

06.07 Uhr: Komm kleiner Hund, wir schauen, was im Binnenhafen geboten ist. Aber ich hab auch Urlaub und ich will noch schlafen!!! Später, kleiner Maxl.

Wie immer um diese frühe Stunde, ist alles friedlich. 

Wir wollen weiter nach Harlesiel, frühstücken und dann unseren 20. Hochzeitstag begehen.

Der Stellplatz, den wir uns ausgesucht haben, liegt wie ein langer Finger in der Nordsee. Der Weg dahin ist allerdings durch mehrere Baustellen versperrt. Wir wenden, treffen Augsburger, die nach Empfehlungen fragen.

Unser Weg führt uns nun nach Horumersiel. Dort stehen wir für € 31,60 in erster Reihe an der Nordsee. Jan geht mit Maxl zum Baden. Der kleine Terrier ist begeistert von der Nordsee. Sie schwappt so nett hin und her. Zoe findet das zwar ganz nett, aber Schwimmen ist nun mal nicht das ihre.

Wir stehen erneut mit der Nase in der Nordsee und schauen auf den Hooksieler Außenhafen.

Aufgrund dessen, dass unsere Hunde noch immer sehr aufgeregt auf fremde Umgebungen reagieren und wir eigentlich fast immer in einer neue Umgebung sind, verzichten wir, wenn auch zähneknirschend, darauf, uns die Orte anzusehen, da hier an der Küste alles sehr belebt (touristisch) ist und gefühlt jeder Tourist mit zwei Hunden herumspaziert.

Bis unsere Fellnasen eine tiefere Gelassenheit erreichen, wird noch einige Zeit ins Land ziehen. Bei Zoe geht es schon und wir haben die Hoffnung, dass Maxl es vor seinem dritten Geburtstag schafft, also in gut 1,5 Jahren.

Mit dem Wetter haben wir Glück, grundsätzlich ist es gut. Gelegentlich ziehen ein paar Regenwolken durch, es regnet, es windet und nach spätestens einer Stunde ist es wieder schön.

11.09.2025

06.16 Uhr: Komm, kleiner Hund … Oooch Mami, du nervst. Nix da, wir gehen Gassi. Na gut. Der kleine Hund kommt so langsam in Urlaubsstimmung und will länger schlafen. Wir sind noch in Horumersiel und wollen nachher weiter nach Wilhelmshaven.

Unterwegs überlegen wir uns, den Hooksieler Außenhafen anzusehen. Aber so nah, wie wir dachten, kommen wir dann doch nicht hin. Also lassen wir es sein und schauen, dass wir nach Wilhelmshaven kommen.

Wilhelmshaven

Wir fahren zum ersten Stellplatz, den wir herausgesucht hatten. Nee, nix für uns. Es schaut aus, wie eine Art Hof und das Wasser ist hinterm Deich.

Wir fahren an Militärschiffen vorbei und über die Kaiser-Wilhelm-Brücke mit beeindruckenden Laternen.

Wir sehen uns den nächsten Stellplatz an, der noch Plätze mit Blick auf die Nordsee frei hat. Hier stehen wir gut und im Wind. Am Nachmittag kommen zwei junge Rapper (oder ist es Hip Hop?) mit einem Kameramann und wollen einen Song aufnehmen. Ich weiß nicht, ob der Song hätte noch weitergehen sollen, denn der einsetzende Regen vertreibt die drei. Schade, das klang nett.

12.09.2025

06.00 Uhr: Hundi, du hast schon wieder verschlafen. Gar nicht wahr, ich schlaf immer noch. Geh doch schon mal alleine Gassi.

Es nützt nix. Hundi muss mit.

Plan ist, heute mal länger zu fahren und Bremerhaven zu erreichen. Unterwegs tanken wir und gehen einkaufen.

Im Fischereihafen  in Bremerhaven gibt es drei Stellplätze. Wir entscheiden uns für den Caravanpark Am Fischereihafen und stehen mal wieder recht nett. Etwas mehr Schifffahrt wäre schön, aber gut: Man kann nicht alles haben. Wir wollen zwei Nächte bleiben.

13.09.2025

05.40 Uhr: Mami, du willst sich nicht schon wieder raus? Doch, Zwergl, wir machen Fotos und Würschtl. 

Es ist noch ganz ruhig, wir passieren mit Graffiti verzierte Mauern* - absolut toll - und schauen uns ein wenig um. 

*Hinweis: Informationen zu Urheberrecht und Bildnachweis findest Du im Impressum.

Von einem kleinen Parkplatz aus können wir beobachten, wie die Brücke hochfährt, um einen kleinen Kutter ins Schleusenbecken hinein zu lassen. Gerade als die Ampel wieder auf Rot springt, kommt noch ein weiteres Boot aus einem Nebenarm, um dann abzudrehen - zu spät! Der Schleusenwärter hat ein Einsehen und lässt auch den Segler noch mit hinein.

Jan macht noch einen Ausflug zum "Schaufenster", einer kleinen Shoppingmeile und kommt mit T-Shirts als Souveniers zurück und macht dabei auch noch das eine oder andere Bild.

14.09.2025

05.30 Uhr: Aufstehen - wir wollen zur Doppelschleuse fahren. Maxl hat in der Nacht gespien und ist nun ganz der kleine Bub, der bemuttert und verwöhnt werden will. Wir fahren die 10 Minuten hinüber zu einem Parkplatz an der Schleuse und genießen die Aussicht. Ja, das Wetter könnte besser sein, aber was soll’s. Ändern können wir es eh nicht.

Lippoldsberg

Unsere letzte Urlaubsnacht verbringen wir in Lippoldsberg an der Weser. Peter kommt kurz vorbei und lernt unsere beiden Fellnasen kennen. Wir stehen hier für 15 Euro auf einer Wiese direkt an der Weser und haben es richtig schön.

15.09.2025

Mami, los, aufstehen, ich muss zum Baum! Hundi, ich mag nicht, es hat die ganze Nacht geregnet und die Wiese ist bestimmt schlammig, wabbelig und nass. Das klingt super Mami, los beeil dich. 

Es ist warm, die Wiese ist zwar nass, aber wir müssen nicht befürchten, uns einzugraben beim Herausfahren. Wir gehen Gassi, frühstücken und treten die letzte Etappe - die Heimfahrt- an.

Die Heimfahrt

Eine Pause - die Fahrt war bisher eher so mittel. Wolkenbrüche und Unfallstaus im Wechsel. Jetzt gibt für die Kleinen und für uns erst einmal was zum Essen, dann schauen wir, dass wir durchfahren können. Daheim sind wir dann wieder bei schönstem Wetter angekommen. Wir müssen nun dringend über die nächste Fahrt nachdenken.

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